Sonntag, 22.08.2010, ca 9Uhr: Es herrscht strahlender Sonnenschein, letzte Vorbereitungen werden getroffen; Stühle gestellt, Brötchen belegt, Getränke gekühlt usw.

10:30 Uhr: Der Altar ist geschmückt, die letzten Vorbereitungen sind getroffen, es kann losgehen.

Langsam treffen die ersten Besucher ein, nehmen vor dem Altar Platz oder schauen sich noch mal auf dem Hof und in den Stallungen um.

Pünktlich um 11 Uhr ertönen Jagdhornklänge. Der Gottesdienst, musikalisch begleitet von den Parforcehornbläsern St. George Saarbrücken, kann beginnen. Schnell wurden noch weitere Stühle organisiert, damit alle Besucher eine Sitzmöglichkeit haben.

12 Uhr: Der Gottesdienst endet mit dem Segnen der Pferde und wieder packen alle mit an.

Die Stühle werden umgestellt. Der Wirtschaftsbetrieb ist eröffnet und frisch gekochter Kaffee, leckerer Kuchen, belegte Brötchen finden ihre Abnehmer.

Langsam füllt sich unsere Stutenkoppel mit Hängern.

Am Stelldichein treffen sich nun die Jagdreiter. Begrüßt mit einem Gläschen Sekt und kleinen Knabbereien, tragen sich alle ins Jagdbuch ein.

13 Uhr: immer noch strahlender Sonnenschein und gefühlte 35° Celsius. Die muntere Reiterschar versammelt sich auf unserem großen Viereck am Rheindamm. Nachdem die Jagdherrin Brigitte Seidler, Vorsitzende des Pferdesportverbandes Pfalz die Jagdgesellschaft begrüßt hat und Andreas Haberer, Jagdbeautragter des Pferdesportverbandes und Gestalter der Strecke kurze Informationen zur Jagd gab, hieß es auch für die Zuschauer aufsitzen, allerdings nicht auf die vierbeinigen Freunde, sondern auf unsere schön geschmückten landwirtschaftlichen Gespanne, die parallel zur Jagdstrecke, gelenkt von unseren ortskundigen Fahrern, das ganze Spektakel begleiten.

Auch für die Helfer heißt es jetzt schnell sein; jeder flitzt auf seinen Platz, damit er zur rechten Zeit an seinem Platz ist. Die Jagd beginnt und auf dem Hof wird es langsam ruhig. Kurze Hektik kommt noch mal auf, als die Stopphelfertruppe aufbricht, schließlich muss auch am Stopp alles aufgebaut sein, wenn die Reiter und Zuschauer eintreffen. Auf dem Hof wird es nun ganz ruhig.

Auf der Jagdstrecke geht es derweilen im gestreckten Galopp über die Wiesen und die schön gestalteten Hindernisse. Am Ende der 2. Schleppe hängt nicht nur den Hunden die Zunge aus dem Hals. Während sich die Hunde im Rhein unter der Autobahnbrücke abkühlen und ihren Durst stillen, freuen sich die Reiter über den mitgeführten Wasservorrat, der ihnen von fleißigen Helfern gereicht wird.

Danach geht es dann zurück an der Petersau vorbei und weiter über die Heuwiese in Richtung Nonnenhof. Das Highlight dieser Schleppe ist ein eindrucksvolles Hindernis, eine Burg aus großen Strohballen gestaltet mit vielen Rheinland-Pfalz-Fähnchen geschmückt.

Ca. 14:30 Uhr: Der Jagdtross trifft auf dem Nonnenhof der Familie von Heyl ein. Wie auch in den vergangenen Jahren dürfen wir den wunderschönen Innenhof unserer Nachbarn für die Rast nutzen. An dieser Stelle unseren herzlichen Dank.

Unsere Turniergruppe und viele freiwillige Helfer stehen bereit, um ein Pferd zu führen oder zu reiten. So können sich Reiter und Zuschauer entspannen und die kühlen Getränke und ausreichenden Brötchen in Ruhe genießen.

15 Uhr - Immer noch strahlender Sonnenschein: Reiter, und Zuschauer begeben sich auf den zweiten Teil der Verbandsschleppjagd. Unter den Klängen der Parforcehornbläser, die auf der Strecke immer wieder ihre Hörner erklingen lassen, geht es los. Die nächsten Schleppen werden überwunden und es kommt zur großen Abschlussschleppe auf der Heuwiese.

Ca. 16 Uhr - Die Sonne scheint zwar noch, aber es zieht sich langsam etwas zu: Das Ende der Schleppjagd naht, der Hirsch wird geborgen und man versammelt sich um das große, prasselnde Jagdfeuer im Innenhof der Petersau.

Die Bläser lassen ihre Hörner zum Curée ertönen, dem wohlverdienten Festmahl für die Hunde.

Aus der Hand der Jagdherrin nehmen die Reiter Eichenbruch und Jagdknopf, als Anerkennung für eine gute Jagd, entgegen.

16:30 Uhr: Nach der Versorgung ihrer Pferde treffen sich alle Reiter wieder im Innenhof zum Schüsseltreiben, denn auch die Reiter haben großen Hunger und vor allem großen Durst.

Alles steht bereit. Die ersten Reiter setzen sich gerade gemütlich, um sich ihr Essen schmecken zu lassen, (ein einsames fleißiges Helferlein ist derweil losgefahren um die Strecke von den Wasserkübeln für die Hunde zu befreien und die Fähnchen von der Strohburg zu retten) als es zu einer unliebsamen Verwässerung der Getränke kommt. Schnell werden Essen, Getränke, Bänke und Stühle gepackt und unter das Vordach der Remisen gestellt, schließlich hat keiner Lust auf Bier-Schorle und nasse Klamotten.

Jedes Gewitter hört irgendwann auf, so schnell, wie es kam, ging es auch wieder und wenn wir auch teilweise etwas feuchter waren als vorher, so feierten wir doch weiter.

Zu späterer Stunde wurde dann sogar noch die Gitarre ausgepackt und Lieder angestimmt, bei denen sogar die Jugend kräftig mitsang und wir saßen noch lange in gemütlicher Runde zusammen.

Eine solche Veranstaltung geht natürlich nicht ohne Helfer, die bereits im Vorfeld eifrig tätig waren - Hindernisse bauen, Rollen schmücken, Brüche binden, Altar schmücken, Löcher auf den Wiesen füllen, Unkraut entfernen, Kuchen backen, Brötchen belegen...oder einfach da sein und mit anpacken, wo Hilfe gebraucht wird,

Ganz egal, ohne unsere Helfer könnten wir so etwas nicht veranstalten. Deshalb wollen wir uns auf diesem Weg ganz herzlich für Eure Hilfe bedanken. Es ist schön, dass es Euch gibt und Ihr bei jeder Veranstaltung jedem Wetter trotzt und tatkräftig mit anpackt. IHR SEID DIE BESTEN!!!